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Sonntag, 22. Oktober 2017

Von einsamen Menschen erzählen-Notizen zum 31. Internationalen Filmfest Braunschweig

Der Trailer des 31. Internationalen Filmfest Braunschweig verrät, ob bewusst oder unbewusst sei mal dahingestellt, einiges über ein Thema, das in einigen Beiträgen offen zu Tage tritt. Man sieht gleich zu Beginn einzelne Personen aus verschiedenen Filmen, die alleine im Bild zu erkennen sind. Es sind Menschen oder Tiere, die alleine sind. Und so scheint mir eine Strömung des diesjährigen Festivals die Auseinandersetzung mit dem einsamen oder alleingelassenen Subjekt zu sein, das als Ausgangspunkt für weitere Entwicklungen fungiert.

Freitag, 22. September 2017

Trennende und vereinende Träume-„On Body and Soul“


Eine eigentümliche und doch ganz natürliche Sequenz geht der ersten Szene von „On Body and Soul“ von Ildikó Enyedi voran. Ein Hirsch und eine Hirschkuh stehen in einem verschneiten Wald und berühren und beschnuppern sich. Gleich darauf befinden wir uns in einem Schlachthof, in welchem der Finanzdirektor Endre und die autistisch veranlagte Maria nach kurzer Zeit feststellen, dass sie jede Nacht den selben Traum haben, nämlich jene Szene im Wald.

Donnerstag, 29. Juni 2017

Was sonst so war

SILENCE (Shusaku Endo):
Von einem, der auszog um Jesus zu werden und der sich schlussendlich eingestehen muss, dass Judas die wichtigste Leitfigur des Neuen Testaments ist.


SEX AND THE CITY (Stand Staffel 4 Episode 1):
Besonders interessant wie sehr sich Witze, oder besser gesagt Pointen, über Blicke zwischen Carrie und Charlotte vermitteln, die fast schon als Substitut für Sitcomkonservenlacher fungieren.

"Il est cinq heures, Berlin s’eveille“-Gedanken über das Kino von Angela Schanelec

Meine Faszination für die sogenannte Neue Berliner Schule entspringt vor allem daraus, dass sie sich im Gegensatz zu vielen anderen Filmbewegungen, so schwer in eine klare Form bringen lässt. Weder gibt es ein Manifest, irgendwelche eigentümlichen Regeln oder sonst welche Voraussetzungen. Man hat es eigentlich mit einer Ansammlung von Filmemachern zutun, die sich in ihrer jeweiligen ästhetischen Prägung sehr unterschiedlich und gleichzeitig sehr einig zu sein scheinen.

Donnerstag, 16. Februar 2017

Das Innere und das Äußere: Thomas Arslans „Helle Nächte"

Thomas Arslan geht in seinem neuen Film, wie schon in „Gold“ (2013), aus Berlin heraus und begibt sich in ein weiteres Genre hinein.
Der Ingenieur Michael fährt mit seinem von ihm entfremdeten Sohn Luis nach Norwegen, um die Beerdigung seines eigenen Vaters zu organisieren. Dabei ist bereits der Beginn interessant:

Donnerstag, 2. Februar 2017

Do you believe in life after love? - Zur sechsten Staffel von Pretty Little Liars


Die sechste Staffel von Pretty Little Liars war bereits im Vorfeld mit Spannung erwartet worden, kündigten doch die Trailer und die Aussagen der Beteiligten von einem Zeitsprung , der die Liars auch innerdiegetisch wieder einigermaßen an das Alter ihrer Darstellerinnen anpassen sollte und ein munteres narratives Tohuwabohu versprach