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Sonntag, 14. August 2016

Der Kongress tanzt



 
Es ist ebenso langweilig wie müßig, den aktuellen Zustand des deutschen Films zu beklagen, schließlich wurde dies an anderer Stelle von klugen Leuten schon sehr umfassend getan. Nichtsdestotrotz bietet Erik Charrells musikalische Liebeskomödie rund um den Wiener Kongress (in Geschichtslehrbücher auch gerne als „Die Neuordnung Europas“ übertitelt), „Der Kongress tanzt“ Anlass zu betrauern, was dem deutschen Kino mit dem Aufkommen des Nationalsozialismus (wenn dies natürlich auch eher eins der geringeren Schrecken darstellt) verloren gegangen ist.

Freitag, 5. August 2016

Festivalzuschauer ihr seid Schweine, Festivalzuschauer ich verachte euch




Auf der diesjährigen Berlinale gab es eine seltsame Szene zu beobachten. Die Regisseure Dominik Graf und Johannes Sievert führten im Anschluss an die Premiere ihres neuen Films „Verfluchte Liebe Deutscher Film“ ein Zuschauergespräch. Es ging dabei um die Wahrnehmung von kommerziellen Filmen in Deutschland. Graf sagte dazu: „Es gibt in Deutschland eine unheimliche Arroganz gegenüber einem kommerziellen Kino.“ Er bekam donnernden Applaus aus dem gut gefüllten Kinosaal, auch die Aussage, man könne „für einen erfolgreichen Film keine gute Presse bekommen“, wurde ähnlich aufgenommen. Das Absurde daran ist, dass sicherlich ein Großteil der Zuschauer genau mit diesen Sätzen gemeint war.

Dienstag, 14. Juni 2016

Eine Reise durch die Filmgeschichte: 1897



Ohne uns lange aufzuhalten, geht es weiter in das Jahr 1897, diesmal mit drei Einminütern und einem der ersten Remakes der Filmgeschichte:

Samstag, 28. Mai 2016

Eine Reise durch die Filmgeschichte: 1896



In den kommenden Wochen und Monaten werde ich mich auf eine Art Reise durch die internationale Filmgeschichte begeben, drei Filme pro Jahrgang, und werde den geneigten Leser auf diesem Blog mit mehr oder minder anregenden Gedanken zu den einzelnen Filmen erfreuen. Doch genug der Worte, beginnen wir mit dem Jahr 1896:

Freitag, 11. März 2016

Das Jahr 2015



Filme:
Summer Hours – Olivier Assayas
Sowieso viel Assayas geguckt in den letzten Monaten und selbst an den eher unbeliebten (Die wilde Zeit, Boarding Gate) Aspekte toll gefunden.

The Question Is What Is The Question




Wie so viele Ehedramen oder auch Komödien auf dem Hass basieren, der beide Partner noch zusammenhält (also quasi eine Analyse des Endstadiums sind, dem Punkt, an dem alles eskaliert, an dem alles aus dem Ruder läuft, kurzum: an dem es plakativ, laut und unterhaltsam wird) schlägt der Film "Szenen einer Ehe" einen anderen Weg ein.

Samstag, 27. Februar 2016

Berlinale 2016

Ich konnte in diesem Jahr für ein Wochenende zu den 66. Internationalen Filmfestspielen Berlin reisen und möchte an dieser Stelle ein paar Gedanken zu den gesehenen Filmen formulieren:

Mittwoch, 3. Februar 2016

"If you want my future - forget my past"



Nachdem wir uns an dieser Stelle bereits mit den Geschehnissen und Strömungen in der vierten Staffel von Pretty Little Liars beschäftigt haben, soll es nun folgerichtig um die fünfte Staffel dieser, soviel sei gesagt, auch im Verlauf der fünften Staffel ganz wunderbaren Serie gehen.

Dienstag, 1. Dezember 2015

Thief




„Thief“ ist in vielerlei Hinsicht ein Film über eine Großstadt. Der nicht besonders originelle, um klassische Genremotive (Der letzte Coup vor dem „Ruhestand“, der Widerspruch zwischen Familienleben und Verbrechertum etc.) konstruierte, Plot dient Michael Mann lediglich als Aufhänger für das Portrait einer Großstadt bei Nacht.

Mittwoch, 25. November 2015

Steve Jobs


Das Biopic über den Apple-Gründer Steve Jobs ist hierzulande auf wenig Gegenliebe gestoßen. Sehr schade, denn Danny Boyles Film löst sich sehr geschickt von herkömmlichen Konventionen des Biopic-Genres. Viele andere Biopics erzählen in vielen kleinen Szenen das ganze Leben seiner Hauptfigur und verlieren sich dabei in der Lebensgeschichte. „Steve Jobs“ schlägt eine völlig andere Richtung ein.

Dienstag, 24. November 2015

Kritiken zum 29. Internationalen Filmfest Braunschweig



Das 29. Internationalen Filmfest in Braunschweig ist Geschichte. Viele Picknickkörbe sind im Kino geleert worden, an unpassenden Stellen wurde gelacht und wir haben uns trotzdem einige Filme angesehen und wollen selbstverständlich darüber berichten. Außerdem haben wir dieses Mal einen Gastautor gewinnen können.

Mittwoch, 21. Oktober 2015

"Pure Vernunft darf niemals siegen – Wir brauchen dringend neue Lügen"




An einer Stelle in der zweiten Folge der vierten Staffel der ABC Family-Serie "Pretty Little Liars" sagt eine der vier titelgebenden Lügnerinnen lakonisch: "Just feels like we're back where we started" und bringt damit eines der zentralen narrativen Merkmale der Serie auf den Punkt, die sich spätestens zum Ende der dritten Staffel der Fabulation hingegeben hat wie kaum eine andere Serie der letzten Jahre. 

Sonntag, 27. September 2015

Sicario



Denis Villeneuve hält sich selbst für einen sehr guten Regisseur, zumindest lässt Sicario (und eigentlich auch jeder seiner anderen Filme) darauf schließen. Die Frage, ob Villeneuve tatsächlich so fähig ist, soll zunächst hinten angestellt werden, bietet Sicario doch einige andere Dinge an Diskussionsstoff. 

Mittwoch, 16. September 2015

„Unglücklich das Land, das Helden nötig hat!“



David Simon ist einer der größten und wichtigsten Chronisten unserer Zeit. Mit „The Wire“ setzte er sich ein Denkmal für alle Zeiten und auch in seiner neuen Serie „Show me a hero“ erzählt der Amerikaner eine zeitlose Geschichte über Rassismus, Angst und Menschlichkeit. Es geht um die wahre Geschichte der Stadt Yonkers, Ende der 80er-Jahre, als sich die weiße Mittelschicht der Stadt gegen einen Gerichtsentscheid auflehnten, der die Stadt zwang, 200 Sozialwohnungen überall in der Stadt zu bauen. Oscar Isaac als Nick Wasicsko wird in dieser Lage mehr oder weniger durch Opportunismus zum neuen Bürgermeister gewählt. Doch auch er kann die Durchführung des Richterspruchs nicht verhindern.

Sonntag, 9. August 2015

Carey Mulligan schmunzelt



"Am grünen Rand der Welt" wäre wahrscheinlich ein größeres Publikumszuspruch beschieden, wenn sein Kinostart eher in der Weihnachtszeit denn im Hochsommer gelegen wäre, als Kleinod zwischen dem üblichen Weihnachtsblockbuster und dem, das Warten auf seinen Film mit Kristen Stewart kaum erträglicher machenden, neuen Woody Allen-Film mit Emma Stone in der Hauptrolle, hätte der neue Vinterberg vielleicht ein kleiner Überraschungshit werden können. 

Dienstag, 4. August 2015

Freitag, 10. Juli 2015

Eine Liebeserklärung an „Kikis kleiner Lieferservice“




Hayao Miyazaki hat im letzten Jahr mit „Wie der Wind sich hebt“ seine Karriere beendet. Bereits eines seiner früheren Werke, die Verfilmung eines japanischen Kinderbuches „Kikis kleiner Lieferservice“ zeigt, warum die Filme des Studio-Ghibli-Gründers uns allen sehr fehlen werden.

"So assi dass es schon wieder geil kommt"





Dank einer hoffentlich nicht nur kurzfristigen Film-Offensive des Senders 3sat konnte der geneigte Zuschauer diese Woche nicht nur zwei Filme von Christian Petzold (die wunderbaren „Barbara“ und „Jerichow“), sondern auch eine ganze Reihe von Werken des Klaus Lemke bewundern. An dieser Stelle soll es um drei von ihnen gehen, namentlich „Kein großes Ding“, „Berlin für Helden“ und „Finale“, wobei letzter ganz sicher der schwächste aus diesem Trio ist.

Dienstag, 30. Juni 2015

Davids Filme des Monats Juni



1.    Scream – Wes Craven *
2.    Marnie – Alfred Hitchcock
3.    Batman Returns – Tim Burton *

Lucas Filme des Monats Juni


1.    Phoenix-Christian Petzold 
2.    Maps to the Stars-David Cronenberg 
3.    Polizeiruf 110: Kreise-Christian Petzold 

Montag, 29. Juni 2015

"Die große Liebe ist etwas, dass ich zur Zeit überhaupt nicht gebrauchen kann"



Polizeiruf 110: Kreise – Christian Petzold
Über die Rolle des Münchener Polizeirufs als Spielwiese der renommiertesten Regisseure des Landes ist an anderer Stelle bereits zur Genüge geschrieben worden, trotzdem entfaltet "Kreise", dieser meisterliche Film aus der Feder von Christian Petzold, gerade in Zusammenhang mit Dominik Grafs letztjährigem "Smoke on the Water" eine besondere Qualität und Ebene.